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Unser Haus e.v.

 

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DE

Unser Haus e.V. aus Augsburg…

stellt sich vor:

Wir sind eine bunt gemischte Gruppe aktiver Menschen aus verschiedenen Zusammenhängen und Lebenslagen, sowie mit unterschiedlichen Vorstellungen, Fähigkeiten, Ideen und Ressourcen, die vor allem eines eint: Der Wunsch nach einem alternativen Hausprojekt für Augsburg. Seit den ersten Treffen und gemeinsamen Überlegungen zu diesem Thema im Frühjahr/Sommer 2015 hat sich die Gruppenstruktur stetig entwickelt, sodass sich nach einiger Zeit eine Kerngruppe von ca. zehn Aktivist*innen herauskristallisiert hat, welche mit vollem Eifer ans Werk ging. Hinzu kam ein loser, aber stetig wachsender Unterstützer*innen Kreis, welchem sich bei einigen Aktionen dankbar von unserer Seite aus bedient wurde.

Inzwischen sind wir zwölf Hausbewohner*innen, und unser treuer Helfer*innen- und Freund*innen-Kreis steht uns zur Seite.

So arbeiten wir seit Sommer 2015 alle gemeinsam an unserem Ziel:

Die dauerhafte Schaffung eines Ortes, welcher gleichermaßen der Generierung sozialverträglichen und selbstbestimmten Wohnraums, sowie der Etablierung eines kulturellen und politischen Freiraums dienen soll.

Warum gerade Augsburg?

Neben der einfachen Antwort, dass wir unseren Lebensmittelpunkt in Augsburg haben und ihn größtenteils auch langfristig dort ansiedeln, gibt es zwei weitere Begründungen der Notwendigkeit alternativer Hausprojekte in der Stadt:

  • Augsburg ist eine der am stärksten wachsenden Großstädte der BRD, innerhalb von fünf Jahren wuchs die Stadt um 20.000 Menschen, sodass mittlerweile ca. 290.000 Personen (ohne Umland) in der Stadt wohnen. Da weder die Schaffung von Wohnraum im Allgemeinen, noch die von sozial verträglichem im Speziellen, mit dieser Entwicklung annähernd Schritt hält, kommt es in der Stadt gleichzeitig auch zu einer der höchsten Mietsteigerungen. Und das in der Stadt, die schon seit längerem als die ärmste Bayerns gilt. Die Stadtregierung nimmt diese Problematik, wie es sich im aktuellem Verlauf zeigt, nicht annähernd Ernst genug. Dem gilt es, wenn auch im kleinen, Ideen und Projekte entgegen zu setzten!
  • Augsburg bietet (als eine Universitätsstadt mit immerhin über 26.000 Studierenden, Zahl kontinuierlich steigend) abseits der kommerziellen Kulturangebote vergleichsweise nur wenig Raum für alternative Verwirklichungen. Die Zahl vorhandener Freiräume und selbstverwalteter Projekte aller Art ist begrenzt, wenn auch in den letzten Jahren zu Recht stark steigend. Der Bedarf ist hier aber noch lange nicht gedeckt, also wollen wir, so gut es geht, unseren Beitrag in diesem neu entstehenden alternativen Netzwerk der Stadt leisten.

Ein möglicher Ort an dem diese Version verwirklicht werden könnte, fiel uns vor einem halben Jahr förmlich in den Schoß. Während wir fleißig mit der Erstellung eines eigenen Leerstandmelders und dem Ausfindigmachen verschiedener Eigentümer*innen beschäftigt waren, wurde ein Bekannter auf unser Projekt aufmerksam, der zugleich eine passende Immobile besitzt. Nach ersten Besprechungen war klar: Der Eigentümer will sehr gerne an uns verkaufen, wir wollen mit dem Haus arbeiten.

Das besagte Grundstück am „Katzenstadl“ befindet sich sehr zentral gelegen (Ca. 10 Gehminuten von den zentralen Plätzen der Stadt), in unmittelbarer Nähe des heimischen Eishockeystadions. Auf dem Grundstück befindet sich ein größeres Vorder- und ein etwas kleineres Hinterhaus. Des Weiteren steht Innenhof mit kleinen Grünflächen zur Verfügung! Annähernd die komplette Unterkellerung des Vorderhauses wird für den von uns unbedingt gewünschten Freiraum eingeplant. Ansonsten sind im Vorderhaus drei größere WG.-Wohneinheiten, sowie im Hinterhaus, je nach weiterer Planung 2-4 weitere kleinere Wohneinheiten geplant, sodass von einer Bewohner*innen Zahl von 13 – 15 Personen ausgegangen wird. Die beiden Häuser haben leider einen relativ hohen Sanierungsbedarf, hierbei muss vor allem das Hinterhaus voraussichtlich komplett entkernt und grundsaniert werden. Wir sind uns trotzdem sicher mit diesen Gebäuden unser Projekt verwirklichen zu können.

Dabei ist uns im Allgemeinen vor allem wichtig:

…Dass das Projekt seinen selbstverwalteten und hierarchiefreien Charakter behält, in welchem der potentiellen Mitwirkung aller keine Schranken auferlegt sind. Dabei entscheiden wir fair und gleichberechtigt im Konsensprinzip. Wir möchten selbstbestimmt leben und uns nicht Zwängen wie Eigentum oder Mietvertrag unterwerfen.

…Dass durch die Entprivatisierung von Lebensraum ein Beitrag in der Debatte um die Profitmaximierung am Wohnungsmarkt geleistet wird. Unserer Ansicht nach ist bezahlbarer Wohnraum ein unabdingbares Grundbedürfnis in unserer Gesellschaft, welches auch wieder als ein solches wahrgenommen werden muss.

…Dass wir einen Ort für neue Ideen schaffen, einen Ort der mit der Leistungs- und Konkurrenzgesellschaft bricht, indem Profit und Überfluss keinen Platz finden, sondern Möglichkeiten geschaffen werden, selbstbestimmte und alternative Lebensformen zu verwirklichen.

…Dass sichergestellt wird, dass das Projekt langfristig und nachhaltig bestehen bleibt. Nicht einzig und allein „unserer“ Generation von Bewohner*innen soll das Haus als Lebensraum und Treffpunkt dienen, es soll stattdessen auch für und in die Zukunft hinein wirken!

…Dass in dem Projekt eine Lebensweise praktiziert wird, in der kein gewöhnliches „nebeneinander her leben“ existiert, sondern sich über die einzelnen Wohneinheiten hinaus eine Lebensgemeinschaft entwickelt, in der es auch individuellen Rückzugsraums gibt.

…Dass das Projekt unbedingt gleichermaßen offen bleibt für alle Menschen unabhängig ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Herkunft. Mit dem Niederreißen von Grenzen wollen wir in unseren eigenen vier Wänden beginnen!

…Dass das Projekt kein isoliertes, nur auf sich selbst fokussiertes, reines Wohnprojekt ist, sondern durch seine Arbeit, der Bereitstellung von Freiraum und seinem Beispiel an alternativer Lebenskultur immerzu in Nachbarschaft, Stadt und Gesellschaft hineinwirkt!

…Dass wir unser Projekt als Anfang sehen. Wir möchten auch nach der Etablierung unseres Projektes mit neuen Projekten zusammenarbeiten und diese unterstützen. Auch auf die in Augsburg immer lauter tönenden Frage „Wem gehört die Stadt?“ wollen wir eine bunte, offene und solidarische Antwort sein.

…Dass das Projekt in einer engen Zusammenarbeit zu bestehenden alternativen Projekten in der Stadt steht. Bereits jetzt stellt uns ein selbstverwaltetes kulturelles Zentrum seine Räumlichkeiten für unsere Arbeit zur Verfügung. In Sachen Veranstaltungen arbeiten wir mit einem selbstverwalteten Konzertraum und einem Kulturcafé zusammen und für die zukünftige Zusammenarbeit stehen wir bereits mit weiteren solidarischen Projekten aus Augsburg in Kontakt.

EN

Our house eV from Augsburg…

… introduces itself:

We are a diverse group of active people from different contexts and situations, as well as with different ideas, skills, ideas and resources, which above all have one thing in common: the desire for an alternative house project for Augsburg. Since the first meetings and common considerations on this topic in spring / summer 2015, the group structure has developed steadily, so that after some time a core group of about ten activists emerged, which went to work with full enthusiasm. In addition, there was a loose but steadily growing circle of supporters, who was gratefully supported by us on some of the campaigns.

We are now twelve residents, and our loyal helpers and friends are at our side.

This is how we have all been working together towards our goal since summer 2015:

The permanent creation of a place, which should serve the generation of socially acceptable and self-determined living space as well as the establishment of a cultural and political freedom.

Why Augsburg?

In addition to the simple answer that we live in Augsburg and for the most part also settle there long-term, there are two further reasons for the need for alternative house projects in the city:

  • Augsburg is one of the fastest growing large cities in the FRG, within five years the city grew by 20,000 people, so that now around 290,000 people (excluding the surrounding area) live in the city. Since neither the creation of living space in general, nor that of socially compatible in particular, can keep pace with this development, one of the highest rent increases occurs in the city at the same time. And this in the city, which has long been considered the poorest in Bavaria. The city government does not take this problem nearly seriously enough, as is shown in the current course. It is important to counter ideas and projects, albeit on a small scale!
  • Augsburg offers (as a university city with at least 26,000 students, the number is continuously increasing), apart from the commercial cultural offerings, comparatively little space for alternative realizations. The number of available free spaces and self-managed projects of all kinds is limited, although it has rightly increased significantly in recent years. But the demand is far from being met here, so we want to make our contribution to this emerging alternative network of the city as best we can.

A possible place where this version could be realized literally fell into our lap six months ago. While we were busy preparing our own vacancy report and finding different owners, an acquaintance became aware of our project, who also owns a suitable property. After the first meetings it was clear: The owner would very much like to sell to us, we want to work with the house.

The said property on the “Katzenstadl” is very centrally located (approx. 10 minutes on foot from the central squares of the city), in the immediate vicinity of the home ice hockey stadium. There is a larger front and a slightly smaller rear building on the property. Furthermore, there is a courtyard with small green areas available! Almost the entire basement of the front building is planned for the space we absolutely want. Otherwise, three larger shared apartments are planned in the front building, as well as 2-4 further smaller residential units in the rear building, depending on further planning, so that a number of 13-15 people is assumed. Unfortunately, the two houses have a relatively high need for renovation, especially the rear building must be completely gutted and completely renovated.

In general, the most important thing for us is:

… That the project maintains its self-managed and hierarchy-free character, in which no restrictions are imposed on the potential participation of all. We make a fair and equitable decision based on the principle of consensus. We want to live independently and not submit to constraints such as ownership or a lease.

… That deprivatization of living space makes a contribution to the debate about maximizing profits on the housing market. In our opinion, affordable living space is an essential basic need in our society, which must also be perceived as such.

… That we create a place for new ideas, a place that breaks with the performance and competition society, in that profit and abundance do not find a place, but instead opportunities are created to realize self-determined and alternative ways of life.

… To ensure that the project remains sustainable in the long term. The house should not only serve as a living space and meeting point for “our” generation of residents, it should instead also work for and into the future!

… That the project practices a way of life in which there is no ordinary “living side by side”, but that a living community develops in addition to the individual residential units, in which there is also an individual retreat.

… That the project remains open to everyone regardless of their gender, age, sexual orientation or origin. We want to start tearing down borders within our own four walls!

… That the project is not an isolated, purely residential project that focuses solely on itself, but that it always works in the neighborhood, city and society through its work, the provision of open space and its example of alternative living culture!

… That we see our project as the beginning. We would like to work with and support new projects even after our project has been established. We also want to be a colorful, open and solidary answer to the increasingly loud question in Augsburg, “Who owns the city?”

… that the project is in close cooperation with existing alternative projects in the city. A self-administered cultural center is already making its premises available to us for our work. In terms of events, we work together with a self-managed concert room and a culture café, and for future cooperation we are already in contact with other solidarity projects from Augsburg.