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Projekt 31
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Das Projekt 31 begreift sich als offenes, auf Eigeninitiative basierendes Projekt, welches versucht verschiedensten emanzipatorischen Ideen und Praxisansätzen offen zu stehen und diese in einem gemeinsamen Prozess zu realisieren.
Es soll der Vereinzelung in der Gesellschaft entgegen wirken und Menschen dazu motivieren sich einzubringen und ihr Umfeld aktiv zu gestalten.

In den Räumlichkeiten des Projekts soll ein *Freiraum* geschaffen werden, in dem es möglich ist, sich weitgehend abseits von gesellschaftlichen Zwängen und Normierungen zu entfalten. Um dies allerdings erst möglich zu machen, muss das Zentrum auch ein Schutzraum sein. In den Räumen des Projekt31 gibt es keine Toleranz für Sexismus, Heterosexismus, Rassismus, Faschismus, Nationalismus, Antisemitismus, jegliche Form von Gewalt und autoritären Ideologien, schlicht alles, was ein solidarisches, kollektives Miteinander verhindert. Im Gegenteil, das Projekt arbeitet aktiv und vielfältig gegen diese Mechanismen.

Das Projekt 31 bietet Raum für Menschen, die sich aktiv gegen politische, soziale und ökonomische Missstände erheben wollen. Es bietet Raum für eine facettenreiche, kritische Kultur. Es bietet Raum für jene, die in der kapitalistischen Verwertungslogik keinen Platz finden oder finden wollen. Es ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Individuen und Gruppen, die zusammen Ideen entwickeln und verwirklichen wollen, mit dem Ziel sich aktiv an der Gesellschaft beteiligen und diese in einem solidarischen und emanzipatorischen Sinne zu beeinflussen.

Das Projekt 31 ist der Versuch ein selbstverwaltetes Jugend- und Kulturzentrum mit möglichst flachen Hierarchien zu gestalten. Im Gegensatz zu städtischen Einrichtungen will sich das Projekt 31 eigenständig organisieren, egal ob es um Veranstaltungen oder den Putzplan geht. In dem Bewusstsein, das Hierarchien immer und überall – auch in Freiräumen – vorhanden sind und entstehen können, hat das Projekt den Anspruch, diesen entgegenzuwirken und jedem Menschen die Möglichkeit zu verschaffen, sich aktiv einzubringen. Das alles wird in Eigenregie, ohne angestellte Erzieher_innen oder Sozialpädagog_innen passieren.

Somit haben alle die Möglichkeit sich für ihre Interessen einzusetzen, ohne dogmatische Regeln und Grenzen, denn alles ist politisch und nur wir selbst können das „schöne Leben“ herbeiführen. Dafür bedarf es keiner Stellvertreter_innen. Welche Rolle du da dabei spielen möchtest, ist dir selbst überlassen. Heute Besucher_in des Projekt 31, morgen aktiver Teil des Geschehens und übermorgen wieder etwas Neues. Kurz gesagt, das Projekt 31 orientiert sich an den Prinzipien der „Politik der ersten Person“.

Selbstverwaltung funktioniert unserer Meinung nach nur in basisdemokratischen Strukturen, in denen versucht wird, Entscheidungen in einem möglichst breit getragenen Konsens zu treffen. Das heißt konkret, dass das höchste Entscheidungsgremium die Vollversammlung ist, an welcher sich alle Nutzer_innen und Interessierten einbringen können.

Durch die Aufteilung in Arbeitsgruppen mit definierten Aufgabenbereichen, können sich alle nach ihren Interessen zusammenfinden und sich niedrigschwellig einbringen. Die AG’s arbeiten kontinuierlich und innerhalb ihrer Bereiche selbstständig.

KURZUM:
Das Projekt 31 ist zunächst einmal alles, was Interessierte daraus machen.
Es ist Raum zum Ausprobieren, Gestalten, Diskutieren, Chillen und vor allem zum selber aktiv werden.
Dabei ist es jedoch nicht räumlich gebunden oder zeitliche begrenzt, sondern eher eine Idee eines ganz anderem Neuen und doch so Alten. Es ist die Idee eines solidarischen kritischen Voranschreitens, eines gemeinsamen kulturellen und politischen Agierens, das mit althergebrachter Logik brechen und einen Grundstein zur Überwindung dieser Denkweisen in unseren eigenen Köpfen legen soll.
Es ist der Versuch der kollektiven Selbstverwaltung, es ist der Versuch des gemeinsamen Wachsens, Scheiterns und Lebens.

*Freiraum*
Der Begriff „Freiraum“ ist unrealistisch und übertrieben. Keine Person wird ihre anerzogenen Verhaltensweisen vor dem Hoftor des P31 ablegen können und in eine freie Welt ohne Unterdrückungsmechanismen spazieren.
Das P31 wird definitiv kein Freiraum in dem Sinne sein, das Menschen hier frei tun können, was sie wollen, ohne Rücksicht auf Bedürfnisse und Grenzen anderer.
Das P31 bezahlt monatlich Miete, es ist kein Raum, der befreit ist von kapitalistischer Verwertungslogik.
Nichtsdestotrotz verwenden wir den Begriff „ Freiraum“.
Freiraum kann in diesem Sinne nur sein, was auch Schutzraum ist und Schutz bietet vor sexualisierter Gewalt in Wort und Tat, vor homophoben Witzen, vor rassistischen Aussagen und all der Scheiße.
Der Begriff „Freiraum“ wird von uns unterschiedlich definiert und spiegelt sich in der Hoffnung an das Projekt wieder.
Er wird aber von uns allen als Ansatz verstanden, um aus unserer momentan individuellen und gesellschaftlichen Lage heraus ein freieres Leben zu ermöglichen.

EN

Project 31 sees itself as an open, initiative-based project that tries to open a wide range of emancipatory ideas and practical approaches to stand and realize them in a common process.
It should counteract isolation in society and motivate people to get involved and actively shape their environment.

A * free space * is to be created in the project premises, in which it is possible to develop largely outside of social constraints and norms. However, to make this possible, the center must also be a shelter. There is no tolerance for sexism, heterosexism, racism, fascism, nationalism, anti-Semitism, all forms of violence and authoritarian ideologies in the rooms of Projekt31, everything that prevents solidarity, collective coexistence. On the contrary, the project works actively and in various ways against these mechanisms.

Project 31 offers space for people who want to actively rise up against political, social and economic grievances. It offers space for a multifaceted, critical culture. It offers space for those who do not want or cannot find a place in the capitalist logic of exploitation. It is a voluntary association of individuals and groups who want to develop and realize ideas together with the aim of actively participating in society and influencing it in a solidarity and emancipatory sense.

Project 31 is an attempt to create a self-governing youth and cultural center with hierarchies that are as flat as possible. In contrast to urban facilities, Project 31 wants to organize itself independently, regardless of whether it is about events or the cleaning plan. In the awareness that hierarchies are always and everywhere – including in open spaces – available and can arise, the project aims to counteract these and to give everyone the opportunity to actively contribute. All of this will happen on your own, without employed educators or social pedagogues.

So everyone has the opportunity to stand up for their interests without dogmatic rules and limits, because everything is political and only we can bring about the “beautiful life”. No deputies are required for this. Which role you want to play there is up to you. Today visitor to Project 31, tomorrow an active part of the action and the day after tomorrow something new. In short, Project 31 is based on the principles of “First Person Policy”.

In our opinion, self-government only works in grassroots democratic structures, in which an attempt is made to make decisions in the broadest possible consensus. Specifically, this means that the highest decision-making body is the general assembly, to which all users and interested parties can get involved.

By dividing it into working groups with defined areas of responsibility, everyone can get together according to their interests and contribute at low threshold. The AGs work continuously and independently within their areas.

IN BRIEF:
Project 31 is first of all everything that interested people make of it.
It is space for trying out, designing, discussing, chilling and, above all, getting active yourself.
However, it is not spatially bound or limited in time, but rather an idea of ​​a completely different and yet so old. It is the idea of ​​solidarity, critical progress, a common cultural and political acting, which should break with traditional logic and lay a foundation stone for overcoming these ways of thinking in our own minds.
It is an attempt at collective self-government, it is an attempt to grow, fail and live together.

* Freiraum *
The term “Freiraum” is unrealistic and exaggerated. No one will be able to put their learned behaviors in front of the gate of the P31 and walk into a free world without suppression mechanisms.
The P31 will definitely not be a space in the sense that people can do what they want here, regardless of the needs and limitations of others.
The P31 pays monthly rent, it is not a room that is freed from capitalist logic of exploitation.
Nevertheless, we use the term “free space”.
In this sense, freedom can only be what is also a shelter and offers protection against sexualized violence in word and deed, against homophobic jokes, against racist statements and all that shit.
We define the term “free space” differently and this is reflected in the hope of the project.
However, it is understood by all of us as an approach to enable a freer life based on our current individual and social situation.