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Anarchistische Gruppe Freiburg

Freiburg Anarchist Group

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Wir sind ein Zusammenschluss von Menschen, die etwas am herrschenden Unwesen ändern und daher gemeinsam etwas gegen Ausgrenzung, Unterdrückung und Leistungsdruck tun wollen.

Den Kapitalismus lehnen wir ab, weil er den Grund dafür bildet, dass Armut, Leid & Hunger beständig reproduziert werden, obwohl die technologische Entwicklung dies potentiell unnötig gemacht hat. Das kapitalistische System schafft einen Zustand, in dem Menschen an den Grenzen der EU sterben, weil auf dem hiesigen Markt andere, welche zufällig hier geboren wurden, vernutzt werden sollen. Wir haben die paradoxe Situation, dass viele Menschen zu Überflüssigen erklärt werden, während gleichzeitig alle auf der Welt im Überfluss leben könnten.

Das Konzept des Nationalstaats lehnen wir als Grundlage der Organisation von Gesellschaft ab, da die staatlich verfasste Ordnung manche zu einem Staatsvolk erhebt, weil sie durch Zufall die richtigen Eltern haben und andere konsequent ausgrenzt. Staaten und Nationen gliedern uns in Zwangskollektive ein und bringen uns gegen andere Menschen in Stellung.

Wir sehen uns als Anarchist*innen und libertäre Kommunist*innen, weil wir noch eine Welt ohne Kapitalismus, Staaten, Patriarchat und Ausgrenzung erleben oder zumindest die Hoffnung, dass die Menschen ihre Geschichte selbst machen könnten, am Leben halten wollen.

Kommunismus heißt für uns, dass sich die Gestaltung der Produktion nach den Bedürfnissen der Menschen richten muss und nicht als abstrakter Selbstzweck zur endlosen Anhäufung von Kapital erfolgt. Mit libertärem Kommunismus meinen wir, dass wir uns bei dessen Umsetzung gegen jegliche Unterdrückung wenden. Wir streiten für eine Welt, in der alle ohne Angst verschieden sein können.

Der Staat stellt für uns kein Mittel zur Veränderung der Gesellschaft da, er ist vielmehr Teil des Problems. An eine radikale Änderung durch den Parlamentarismus glauben wir nicht, denn die Erfahrung der Geschichte lehrt das Gegenteil. Unser Ziel bleibt die soziale Revolution.

Diesen grundlegenden Statements zum Trotz führen wir unsere Kämpfe im Hier und Jetzt, im Bewusstsein unserer gesellschaftlichen Marginalität:

Innerhalb des Kampfes der Geflüchteten sehen wir die Chance, jene zu unterstützen, die ausgeschlossen, benachteiligt und vor den Mauern Europas dem Tod durch Ertrinken preisgegeben werden. Deshalb engagieren wir uns in der Kampagne für ein “Soziales Zentrum für Alle” in Freiburg, sowie im antirassistischen Projekt Rasthaus, unterstützen die Idee einer “Solidarity City” und wenden uns gegen den institutionellen, wie den alltäglichen Rassismus. Wir beteiligen uns an Protestaktion, wollen Abschiebungen verhindern und dabei zu einer Verbreitung antirassistischer Proteste beitragen.

Menschen aus ihren Wohnungen zu werfen, weil sie sich die Miete nicht mehr leisten können, weil in ihr Haus nun andere mit mehr Geld einziehen sollen, halten wir für untragbar. Die Stadt soll ein Platz für alle sein, unabhängig von ihrem Einkommen, ihrer Herkunft und Lebensgestaltung. Die Realität sieht doch leider anders aus: Die Stadtpolitik folgt neoliberalen Imperativen und Zwangsräumungen sind alltägliche Praxis. Dagegen machen wir im Bündnis gegen Zwangsräumungen mobil und unterstützen die Arbeit des Recht-auf-Stadt-Netzwerkes.

Um die Kämpfe in ihrer Wirkung zu steigern, um deren Tragweite zu erhöhen, ist Vernetzung und die Bündelung von Kapazitäten unabdingbar. Wir waren deshalb Teil des antikapitalistischen Blockupy-Bündnis, das sich international vernetzt gegen die Austeritätspolitik der EU, gegen die Festung Europa und den europaweiten Rechtsruck wendete. Zusammen mit anderen anarchistischen Gruppen sind wir aktuell Teil des anarchistischen Netzwerks SüdWest* und der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen.


We are an association of people who want to change something in the prevailing unrest and therefore want to do something together against exclusion, oppression and pressure to perform.

We reject capitalism because it is the reason why poverty, suffering and hunger are constantly reproduced, although technological development has potentially made this unnecessary. The capitalist system creates a state in which people are dying at the borders of the EU, because in the local market, others who happened to be born here should be used up. We have the paradoxical situation that many people are declared superfluous, while at the same time everyone in the world can live in abundance.

We reject the concept of the nation state as the basis of the organization of society, because the state-created order raises some to a state people, because they have by chance the right parents and consistently excludes others. States and nations integrate us into compulsory collectives and position us against other people.

We see ourselves as anarchists and libertarian communists because we still want to experience a world without capitalism, states, patriarchy and exclusion, or at least want to keep alive the hope that people could make their own history.

For us, communism means that the design of production must be geared to the needs of people and not as an abstract end in itself to the endless accumulation of capital. By libertarian communism we mean that we oppose any suppression in its implementation. We fight for a world where everyone can be different without fear.

The state does not provide any means for us to change society, it is part of the problem. We do not believe in a radical change through parliamentarism, because the experience of history teaches the opposite. Our goal remains the social revolution.

In spite of these basic statements, we conduct our struggles in the here and now, aware of our social marginality:

Within the struggle of the refugees, we see the chance to support those who are excluded, disadvantaged and abandoned to death by drowning outside the walls of Europe. That is why we are involved in the campaign for a “Social Center for All” in Freiburg , as well as in the anti-racist project Rasthaus , support the idea of ​​a ” Solidarity City ” and oppose institutional as well as everyday racism. We participate in a protest, want to prevent deportations and thereby contribute to the spread of anti-racist protests.

Throwing people out of their homes because they can no longer afford the rent, because others in their house are now to move in with more money, we consider unbearable. The city should be a place for all, regardless of their income, their origin and lifestyle. Unfortunately, the reality is different: Urban policy follows neoliberal imperatives and evictions are everyday practice. On the other hand, in the Alliance we are mobilizing against forced evictions and supporting the work of the right-to-city network .

In order to increase the impact of the struggles in order to increase their impact, networking and the pooling of capacities is indispensable. We were therefore part of the anti-capitalist Blockupy alliance, which was internationally networked against the austerity policy of the EU, against the Fortress Europe and the European-wide right-hand turn. Together with other anarchist groups we are currently part of the anarchist network SüdWest * and the Federation of German-speaking anarchists .

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